Sterbehilfe?

Am Freitag (6. November) verabschieden die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nach langer Diskussion das Gesetz zur Sterbehilfe. Während für die katholische Kirche außer Frage steht, dass der Mensch weder über den Lebensanfang noch über das Lebensende bestimmen darf, argumentieren Befürworter der Sterbehilfe, dass sie einer großen Zahl von Menschen sinnloses Leid erspare und ein würdiges Lebensende ermögliche.

Diese Diskussion hat auch Eingang in den ein oder anderen Roman gefunden. Aktuell wären Jocelyne Sauciers Roman „Ein Leben mehr“ zu nennen, Christoph Poschenrieders „Mauersegler“ und „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes, das zwar bereits 2013 erschienen, aber in den Bestsellerlisten gerade wieder nach oben gespült worden ist.

Für Katholische öffentliche Büchereien bieten diese Romane die Gelegenheit, das Thema Sterbehilfe anzusprechen, z.B. in Literaturkreisen oder mit Lesezeichen.

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Lesezeichen zu:
Ein Leben mehr
Mauersegler
Ein ganzes halbes Jahr

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Gesprächsanregungen für Büchereien

Ein wichtiger Hinweis zu den vorgestellten Fragen: Sie sind als Gesprächsanregung gedacht. Es handelt sich weder um einen Fragenkatalog, den Sie in einem Literaturgesprächskreis abarbeiten müssten, noch gibt es die eine richtige Antwort auf diese Fragen.


„Ein Leben mehr“


Die Kanadierin Jocelyne Saucier erzählt in ihrem Roman „Ein Leben mehr“ von drei alten Männern, die zurückgezogen an einem See irgendwo in den Wäldern Ontarios leben. Einer von ihnen, Ted Boychuck, stirbt wenige Tage, bevor die Handlung einsetzt, aber seine Lebensgeschichte bildet das Zentrum des Romans.

Eine Fotografin hat ihn nach langer Suche aufgespürt und wollte ihn als einen der letzten Zeitzeugen der großen Waldbrände in Ontario im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. befragen und fotografieren. Boychuck ist als Überlebender des großen Brandes von Matheson eine Legende. Sechs Tage soll er orientierungslos durch die Umgebung der völlig zerstörten Stadt geirrt sein, bevor er schließlich verschwand und erst Jahrzehnte später wieder in der Gegend auftauchte. Zu gerne hätte die Fotografin mehr von ihm erfahren. Woran erinnert er sich? Wohin verschwand er damals? Neugierig versucht sie seinen wortkargen Nachbarn – Tom und Charlie - Geschichten über Boychuck zu entlocken, doch sie geben sich zugeknöpft. Auch über sich selbst geben sie kaum Auskunft. Erst im Verlauf weiterer Besuche erfährt sie, was die beiden in die Wälder getrieben hat, was sie mit Boychuck verband und dass er Hunderte Gemälde hinterlassen hat.

Die Bedeutung dieser Bilder erschließt sich ihnen erst, als eine weitere Frau zu der Gruppe stößt. Sie wird bald von allen Marie-Desneige genannt; ihr Neffe, ein Bekannte von Tom und Charlie, hat sie in den Wald gebracht. Sechzig Jahre brachte sie in der Psychiatrie zu, ohne richtige Diagnose oder Therapie. Als sie zu einer Familienfeier kommen darf, bringt es ihr Neffe danach nicht übers Herz, sie wieder in die Anstalt zurückzubringen.

Marie-Desneige entschlüsselt nicht nur Boychucks Bilder, sie verändert auch das Leben von Tom und Charlie. Bis dahin führten sie ein einfaches und gewisser Weise eintöniges Leben, wohl wissend, dass sie dem Tod zwar einmal von der Schippe gesprungen waren, er aber jederzeit kommen und sie holen könnte.

„Der Tod ist ein alter Freund. Sie sprechen häufig von ihm. Er begleitet sie schon so lange, dass sie seine Nähe zu spüren meinen. Er belauert sie. Tagsüber zeigt er sich nicht, aber nachts kommt er aus seinem Versteck. Ihre morgendlichen Gespräche dienen auch dazu, ihn auf Abstand zu halten. Sobald sie seinen Namen aussprechen, ist er da, er mischt sich in das Gespräch ein, haut auf den Tisch, will alle Aufmerksamkeit, aber sie weisen ihn ab, verhöhnen ihn, manchmal beleidigen sie ihn sogar, sie schicken ihn fort, und er trollt sich wie ein Hund in die Ecke und kaut auf seinem Knochen herum. Er hat alle Zeit der Welt.“ (S. 87)
 

Zur Sicherheit haben Tom, Charlie und Boychuck jeweils eine Dose Strychnin in ihrer Hütte, um sich um dem eigenen Leben ein Ende setzen zu können. Sie haben sich gegenseitig versprochen, einander zu helfen, wenn es nötig sein sollte. Für sie ist diese Möglichkeit ein Teil ihrer Freiheit.

„Man ist frei, wenn man sich aussuchen kann, wie man lebt. Und wie man stirbt.“ (S. 7, S. 25) So sagen es Tom und Charlie der Fotografin.

Als Marie-Desneige von den Dosen erfährt, kommt es zu einem Gespräch, bei dem ihnen bewusst wird, wie dürftig ihre Definition von lebenswertem Leben ist. Charlie versucht, die Dosen mit dem Gift zu rechtfertigen:

„Hier gibt es weit und breit keinen Arzt und kein Krankenhaus, sagte er und für jeden Menschen ist die Grenze des Erträglichen irgendwann überschritten. Angst blitzte in Marie-Desneiges Augen auf. Keiner von uns will sterben, fügte Charlie hastig hinzu, aber es hat auch niemand Lust auf ein Leben, das einem nicht mehr gehört. Marie-Desneige schloss die Augen. Wie lange war sie eingesperrt gewesen? Wie lange hatte ihr Leben ihr nicht gehört? Wie viele Jahre waren ihr gestohlen worden? Charlie kam nicht umhin, die Gedanken, die unter ihren geschlossenen Augenlidern flatterten, zu bemerken. Wenn die Knochen wehtun, sagte er und zeigte auf die Blechdose, lässt dich das da den Sonnenuntergang erst so richtig genießen. Weil man de Wahl hat. Wenn man die Freiheit hat, zu gehen, wann man will, entscheidet man sich leichter für das Leben.“ (S. 106)

Das Strychnin ist für sie eine Art Versicherung, das sie ihre Ende im Griff haben – oder haben können. Ted Boychuck hat es nicht gebraucht, er starb im Schlaf. Charlie wird Marie-Desneige versprechen, die Finger vom Strychnin zu lassen. Tom dagegen wird vom Gift Gebrauch machen.

Gesprächsanregungen

In einem Lesekreis können Sie zu dem Roman über folgende Fragen ins Gespräch kommen:

  • „Um den Tod muss man sich keine Sorgen machen, er lauert in allen Geschichten.“ (S. 192) – Haben Sie selbst eine Geschichte mit dem Tod? Was wünschen Sie sich für ihren eigenen Tod?
  • Welches Verhältnis haben die Männer in diesem Roman zum Tod? (Lesen Sie dazu z.B. S. 35 und S. 106)
  • Für Tom und Charlie ist die Dose mit dem Strychnin eine Art Versicherung für einen guten Tod. Wie sieht Ihre „Versicherung“ aus?
  • Lesen Sie das Gespräch, in dem Charlie Marie-Desneige die Dosen erklärt (S. 106). Welche Bedeutung hat Selbstbestimmung in Marie-Desneiges Leben? Was ändert sich, wenn man diese Wahl nicht hat?
  • Lesen Sie dann das Gespräch zwischen Charlie und Marie-Desneige, in dem er ihr verspricht, seine Dose nicht anzurühren (S. 148-149). Wovon ist Charlies Versprechen getragen?
  • Nehmen Sie dann die Seiten 162-165 dazu. Warum entscheidet sich Tom gegen das Leben?
  • Was bedeutet Selbstbestimmung für Sie? Bekommt diese Vorstellung durch diesen Roman andere Konturen?
  • Spinnen Sie die Geschichte von Marie-Desneige und Charlie weiter. Der Roman endet mit einem fast märchenhaften Ausblick – und dem klaren Hinweis auf den Tod. Stellen Sie sich vor, Marie-Desneige stirbt nach einigen Jahren vor Charlie – wie ginge die Geschichte dann weiter?

 


„Mauersegler“


Auch Christoph Poschenrieders Roman „Mauersegler“ handelt von alten Männern, die ihren Lebensabend gemeinsam verbringen und sich gegenseitig Hilfe versprechen, wenn das Leben unerträglich wird und der Tod noch auf sich warten lässt. Doch der Ton ist in „Mauersegler“ ein völlig anderer, es handelt sich um eine Satire mit rabenschwarzem Humor. Hier geht es um fünf alte Männer, seit Kindertagen befreundet, die gemeinsam in eine geräumige Villa am See ziehen. Geld spielt keine Rolle, Wilhelm, Heinrich, Ernst und Siegfried waren in Wirtschaft und Kultur der alten Bundesrepublik sehr erfolgreich, der fünfte im Bunde, Carl, sieht sich als eher mittelmäßigen Journalisten dieser Zeit, dem im letzten Kapitel ihres Lebens die Rolle des Chronisten zufällt.

Um sich gegenseitig am Lebensende beistehen zu können, entwickelt Softwarespezialist Ernst das „Todesengelprogramm“. Es soll zum einen den Lebenswillen der fünf Herren überwachen, den sie jeden Morgen dokumentieren, indem sie auf einen „Totmannknopf“ drücken, zum anderen dem jeweils gewählten Todesengel eine Nachricht zukommen lassen, wenn das Programm feststellt, dass der „Totmannknopf“ für einen bestimmten Zeitraum nicht mehr betätigt wurde. Das „Todesengelprogramm“ und der Totmannknopf sollten die Apparatemedizin vermeiden helfen – durch einen anderen Apparat.

Doch schon der erste Sterbefall zeigt, dass es so einfach nicht ist, wie sich die fünf das vorgestellt haben. Keine der Figuren scheidet wirklich selbstbestimmt und würdevoll aus dem Leben, es kommt zu absurden Zwischenfällen. Da reicht die Dosis des tödliche Medikaments nicht aus und (Achtung, Spoiler!) Carl erstickt in seiner Not den Freund mit einem Kissen (S. 160-164). In einem anderen Fall muss er, der von allen als Todesengel ausgewählt worden ist, im richtigen, von einem Diagramm auf dem Monitor vorgegebenen Augenblick zwei blanke Drähte zusammenpressen, um einen Herzschrittmacher außer Betrieb zu setzen (S. 195-199). Sterben in Würde?

Als Carl selbst lebensmüde ist, treibt Christoph Poschenrieder die Sache auf die Spitze. Siegfried und Carl sind die letzen der fünf Freunde, und Carl äußert seinen Lebensüberdruss auch Siegfried gegenüber. Dennoch kann Carl es nicht lassen, die Routine des „Todesengelprogramms“ noch einmal ablaufen zu lassen. Er betätigt den Totmannknopf nicht mehr und wartet darauf, dass Siegfried kommt und ihn in den Tod begleitet.

„Ich höre seinen Rollator. Eines der Räder quietscht leise.
Na schön.
Ein Krach, ein Rumpeln. Was - -“ (S. 214)

 

Siegfried ist gestolpert und ein paar Stufen die Treppe heruntergefallen. Carl, durch ein Augenleiden fast blind, ertastet ihn und einen unnatürlich angewinkelten Oberschenkel.

„Er lag mit dem Kopf nach unten, den Hals über einer Kante. Der Schmerz hatte ihn in eine Art Ohnmacht fallen lassen, denke ich. Leise rief ich nach ihm. Ich glaube, ich hörte so viel wie: Ach, oder was es: Mach? Seitlich neben dem Kopf kniete ich nieder. Mühsam. Und so leicht. Ich setzte mein Knie auf seine Schläfe und drückte es ein wenig hinunter. Mein – so geringes Gewicht genügte. Siegfried musste nicht ins Krankenhaus.“ (S. 215)

Selbstbestimmt sterben? In Würde?

Dann ist nur noch Carl übrig. Was wird aus ihm?

Christoph Poschenrieder stellt mit „Mauersegler“ das Konzept Selbstbestimmung und den Wunsch nach Sterben in Würde auf die Probe. Technik wird durch andere Technik ersetzt und ob die Tode, die hier – freilich sehr überspitzt – beschrieben werden, würdevoll und selbstbestimmt sind, ist zumindest zweifelhaft.

Gesprächsanregungen

In einem Lesekreis können Sie zu dem Roman über folgende Fragen ins Gespräch kommen:

  • Wie stellen sich die Teilnehmer/innen ihren eigenen Tod vor?
  • Was bedeutet für sie, in Würde zu sterben?
  • Was bedeutet Selbstbestimmung für Sie?
  • Lesen Sie dann einen oder mehrere Abschnitte über die vier Todesfälle im Roman (Wilhelm: S. 160-164 und bes. S. 176; Heinrich (Demenz): S. 187-192; Ernst (Herzschrittmacher): S. 195-199, Siegfried: S. 212-215). Wie steht es hier mit Selbstbestimmung und Würde?
  • Warum inszeniert Christoph Poschenrieder diese Todesfälle auf so absurde Weise? Was will er damit erreichen?
  • Ist Selbstbestimmung nicht eine Illusion, wenn derjenige, der sterben möchte, darauf angewiesen ist, dass ein Anderer zum richtigen Zeitpunkt das Richtige tut?
  • Welche Grenzen hat die Vorstellung von Selbstbestimmung? – „Ein Fall von Demenz oder Alzheimer war nicht vorgesehen“, kommentiert Carl, als Heinrich dement wird und eigentlich nicht mehr zurechnungsfähig ist. „Wir hatten den heroisch Sterbenden im Kalkül. Nicht den langsam verlöschenden.“ (S. 186)
  • Wenn Sie dem Titel des Romans auf die Spur kommen möchten, lesen Sie die Seiten 60-62.

 

„Ein ganzes halbes Jahr“


Jojo Moyes erzählt in ihrem Bestseller „Ein ganzes halbes Jahr“ (2013) von Louisa und Will. Nachdem Louisa genannt Lou ihren Job als Kellnerin verloren hat, findet sie über das Arbeitsamt eine Stelle als Gesellschafterin für Will Traynor. Will sitzt seit einem schweren Unfall gelähmt im Rollstuhl und hadert mit seinem Leben. „Ich will nicht so leben“, sagt er zu seiner Mutter. „Das ist nicht das Leben, das ich mir ausgesucht habe. Es gibt keine Aussicht auf Besserung“ (S. 160). Nach einem Selbstmordversuch hat er mit seiner Mutter ausgehandelt, dass er ihr ein halbes Jahr Zeit geben wird, ihn von seinem Todeswunsch abzubringen. Gelingt das nicht, wird sie ihn in die Schweiz begleiten.

Nach anfänglichem Zögern betreut Lou Will nicht nur, sie macht es sich auch zur Aufgabe, ihm zu zeigen, dass das Leben auch für ihn lebenswert ist. Das allerdings gelingt ihr nicht; Will bleibt bei seinem Vorsatz, auch als Lou und er ein Paar werden. Um das Drama perfekt zu machen, bittet Wills Mutter Lou am Abend vor dem geplanten Todestag, nach Zürich zu kommen, um Will eine letzte Begegnung zu ermöglichen.

Gesprächsanregungen

Auch wenn es sich um einen Liebesroman aus der Sparte Leichte Unterhaltung handelt, rührt er an ein ernstes und heiß diskutiertes Thema. Und weil Jojo Moyes dieses Thema in eine sehr emotionale Geschichte packt, lohnt es sich, ihr dabei etwas genauer auf die Finger zu schauen. Die erste Fragerunde gilt dabei den Figuren:

  • Wer vertritt hier eigentlich welche Position – und wie sind die dabei die Sympathien verteilt? Wie sind z.B. die beiden Mütter in dieser Geschichte gezeichnet – und wie stehen sie jeweils zu Wills Wunsch? (Camilla, Wills Mutter S. 160-162, Lous Mutter Josie S. 495-499) - Welche Gefühle dieser Figur gegenüber erzeugt das bei Ihnen jeweils?
  • Wer kann seine Position besser mit Argumenten begründen, die Befürworter von Sterbehilfe oder die Gegner? Welche Folgen hat das für Ihre Haltung zu diesen Fragen?

Die zweite Runde soll der Frage gelten, wie hier ein lebenswertes Leben bestimmt wird:

  • Was gehört für Will dazu?
  • Will findet sein Leben nicht mehr lebenswert. Stimmen Sie ihm zu oder regt sich bei Ihnen Widerspruch? Was macht Ihr Leben wertvoll und lebenswert?
  • Lous Mutter vergleicht Wills Situation mit der ihres Vaters (S. 497). Auch er könne nicht mehr, was er früher konnte. Trotzdem kommt es für ihn – wie für viele andere alte Menschen auch – nicht infrage, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Gibt es eine Art Verpflichtung, seine jeweilige Lebenssituation anzunehmen? Oder zumindest gute Gründe, das zu tun?
  • Will nimmt für sich in Anspruch, ohne Rücksicht auf seine Angehörigen oder Lou, die ihn liebt, über seinen Tod entscheiden zu können. Finden Sie das in Ordnung? Welchen Stellenwert haben in diesem Zusammenhang in Ihren Augen die Bindungen zu anderen Menschen?
  • Jojo Moyes macht an verschiedenen Stellen ihres Romans deutlich, wie fremdbestimmt behinderte Menschen wie Will sind, wie wenig sie beeinflussen können, wer sie anfasst und ihnen nahe kommt (z.B. S. 297/298). Die Kehrseite dieses Gefühls ist Selbstbestimmung, ein in unserer Gesellschaft sehr hoch angesiedeltes Gut. Wie selbstbestimmt sind Sie? Von wem sind Sie abhängig – und wer von Ihnen? Ist ein Leben ohne Fremdbestimmung, ohne Abhängigkeiten überhaupt denkbar? Und wünschenswert? Was würde fehlen?
  • Kardinal Lehmann hat im Interview mit katholisch.de folgendes gesagt: „Das Selbstbestimmungsrecht ist in unserer Gesellschaft von einem fast unbegrenzten Freiheitspathos aufgeladen. Aber der Mensch ist auch endlich, kreatürlich, ohnmächtig und angewiesen auf solidarische Hilfe. Es ist kein Makel, wenn man sich in einer Krankheit - auch und gerade wenn sie zum Tode geht - helfen lassen muss. Das Menschenbild darf dies nicht verschleiern. Man muss im Sterben helfen, aber nicht zum Tod verhelfen.“ (Quelle: katholisch.de, abgerufen am 02.11.2015) Diskutieren Sie über diese Vorstellung, der Mensch sei nur frei, wenn er selbstbestimmt handeln könne. Ist unfrei, wer auf andere angewiesen ist?

Christoph Holzapfel
05. November 2015

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