Mai

Der letzte Herr des Waldes

Auf einer Expedition in den brasilianischen Amazonas-Urwald lernt der deutsche Journalist und Politikwissenschaftler Thomas Fischermann Madarejúwa aus dem Volk der Tenharim kennen. Der junge Mann fasziniert den Deutschen und er begleitet Der letzte Herr des Waldes ihn in seine Heimat, den Urwald, und zu seinem Volk. Auf zahlreichen Streifzügen erklärt Madarejúwa ihm nicht nur die fantastische Flora und Fauna des Regenwaldes und zeigt ihm, wie er und sein Volk immer noch wie seit Jahrtausenden von und mit dem Urwald leben. Er führt dem Deutschen auch drastisch vor Augen, wie sehr das Volk der Tenharim durch radikale Umweltzerstörung, rigorose Ausbeutung der Ressourcen, Rassismus und eine an der indigenen Bevölkerung uninteressierten Politik vom Aussterben bedroht ist - und sich bislang doch erfolgreich dagegen zu wehren verstand. Das Schöne an dem Buch: Hoffmann beschreibt nicht aus eigener Ansicht, sondern lässt den jungen Tenharim selbst aus seiner Sicht berichten, erklären, beschreiben. Und das macht die Lektüre des Buches für den Leser ebenso unmittelbar wie farbig, fesselnd wie authentisch. Diese besondere Reportage informiert nicht nur, sie macht nachdenklich. Und sollte deshalb in keiner Bücherei fehlen.

Günter Bielemeier

Günter Bielemeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der letzte Herr des Waldes

Der letzte Herr des Waldes

Madarejúwa Tenharim und Thomas Fischermann
Beck (2018)

205, [16] S. : Ill. (farb.), Kt.
fest geb.

MedienNr.: 593578
ISBN 978-3-406-72153-3
9783406721533
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Er, Ge
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