Inferno

Robert Langdon erwacht mit einem Streifschuss am Kopf und Gedächtnisverlust in einem Hospital in Florenz. Zusammen mit seiner Ärztin entkommt er nur knapp einem weiteren Mordversuch und macht sich auf die Suche nach seinen Erinnerungen Inferno an die vergangenen Tage. Bald schon führt die Spur zu einem geheimnisvollen Wissenschaftler, der die weltweite Überbevölkerung anscheinend in einem wahrhaft Dante'schen Inferno mit einer Pandemie zu beseitigen versucht. Das erklärt auch die Einmischung der Weltgesundheitsorganisation. Aber was hat der ominöse "Provost", der Kopf einer Geheimorganisation, mit alldem zu tun? - Auch in diesem vierten Roman um seinen Professor (zuletzt: "Das verlorene Symbol") setzt Dan Brown voll und ganz auf bewährte Mittel: Lebensgefahr nicht nur für die Hauptpersonen, verschlüsselte Botschaften, ein "Strippenzieher" im Hintergrund und eine rätselhafte, aber natürlich auch anziehende Frau an der Seite des Professors. Dazu kommen noch Ortsbeschreibungen aus kulturtouristischen Hochburgen (zum Hinreisen und Angucken) und jede Menge "Cliffhanger" an Kapitelenden, die das Weiterlesen geradezu erzwingen sollen. So weit, so gut - was für den Einen ein Garant für spannende Lektüre ist, wird für den Anderen im nun vierten Aufguss etwas fade. Für Büchereien fast schon ein Muss, handelt es sich doch insgesamt um einen gut lesbaren Titel mit Bestsellergarantie. Insbesondere für KÖBs sei noch dazu vermerkt, dass hier - wie beim Autor fast zu erwarten - die ein oder andere Spitze gegen die katholische Kirche eingebaut ist. Insgesamt bietet "Inferno" jedoch auch nicht mehr "Sprengstoff" als viele andere aktuelle Romane.

Thomas Oberholthaus

Thomas Oberholthaus

rezensiert für den Borromäusverein.

Inferno

Inferno

Dan Brown
Lübbe (2013)

684 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 381194
ISBN 978-3-7857-2480-4
9783785724804
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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