Die Moortochter

Helena hat die ersten 14 Jahre ihres Lebens mit ihren Eltern im Moor verbracht fernab jeglicher Zivilisation. Ihr Vater, ein Indianer, hatte ihre Mutter im Alter von 14 Jahren entführt und sie in eine Hütte im Moor verschleppt, um Die Moortochter mit ihr wie Mann und Frau zu leben. Nach einiger Zeit wurde Helena geboren. Von ihrem Vater hat sie das Fährtenlesen und Jagen gelernt und hält ihr Leben für normal. Eines Tages verirrt sich ein Fremder in ihre Hütte und Helena erkennt, dass ihr Vater ein böser Mensch ist; sie flieht mit ihrer Mutter. Der Vater wird gefasst und kommt aufgrund Helenas Aussage ins Gefängnis. Helena führt fortan ein gewöhnliches Leben mit Mann und zwei Töchtern, bis sie erfährt, dass ihr psychopathischer Vater aus dem Gefängnis geflohen ist. Sie weiß, dass nur sie der Fährte ihres Vaters folgen kann. Die Geschichte wird aus Helenas Sicht in der Ich-Form erzählt. Während der Jagd erinnert sich Helena an all die schönen Zeiten mit ihren Eltern im Moor, aber auch an die schlechten, vor allem an die Bestrafungen durch ihren Vater. Bis heute weiß sie nicht, was sie für ihn empfinden soll, eigentlich liebt sie ihren Vater, aber er hat ihr und ihrer Mutter ihr eigentliches Leben gestohlen. Eine interessante, teilweise traurige, aber auch brutale Geschichte. Die Jagd nach ihrem Vater wird zum Ende hin sehr spannend. Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme, die sehr gut zur Geschichte passt. Man hat das Gefühl, der echten Helena zuzuhören. Für alle Büchereien zu empfehlen.

Melanie Bremer

Melanie Bremer

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Moortochter

Die Moortochter

Karen Dionne. Gelesen von Julia Nachtmann
Der Hörverl. (2017)

1 mp3-CD (ca. 520 Min.)
mp3-CD

MedienNr.: 590643
ISBN 978-3-8445-2710-0
9783844527100
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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