Der begrabene Riese

Britannien im 5. Jahrhundert, in der Zeit nach Artus' Tod: Beatrice und Axl verlassen eines Morgens ihre kleine Dorfgemeinschaft, in der sie nicht willkommen sind, um ihren Sohn zu suchen. Das ältere britannische Paar erinnert sich Der begrabene Riese nur noch vage an ihn, denn ein merkwürdiger "Nebel" hat sie und die Bewohner der Gegend vieles vergessen lassen. Der Weg der beiden führt sie zunächst in ein Sachsendorf, wo sie dem Krieger Wistan begegnen und Edwin, einem Jungen, der angeblich von Menschenfressern gebissen wurde und dadurch einen Tumult im Dorf auslöst. Gemeinsam ziehen sie am nächsten Tag weiter zu einem Kloster, wo sich Beatrice den Rat eines heilkundigen Mönchs erhofft. Bald stößt die kleine Gruppe auf den alt gewordenen Tafelritter Gawain, mit dem sie schließlich die Drachin Querig suchen, deren Atem das Vergessen bewirken soll. Doch was passiert, wenn sie getötet wird und die Erinnerungen zurückkehren? - Ishiguro wirft in dieser streckenweise behäbig erzählten Geschichte die Frage auf, inwiefern Vergessen eine Notwendigkeit für Frieden und Liebe ist, wenn Hass und Rache Verzeihen und Sühne verhindern. Eher für größere Bestände. (Übers.: Barbara Schaden)

Barbara Sckell

Barbara Sckell

rezensiert für den Borromäusverein.

Der begrabene Riese

Der begrabene Riese

Kazuo Ishiguro
Blessing (2015)

414 S.
fest geb.

MedienNr.: 584061
ISBN 978-3-89667-542-2
9783896675422
ca. 22,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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