Liccle Bit

Lemars Mutter, die die Familie alleine ernähren muss, ist ständig überarbeitet. Die Schwester versucht, ihr Baby großzuziehen, dessen Vater der verhasste Obergangster des Ghettos ist. Lemar leidet unter den explodierenden Wutausbrüchen Liccle Bit der beiden und fühlt sich ständig unverstanden. Nur Oma versucht mit Liebe und Verständnis, die Familie in der viel zu kleinen Wohnung zusammenzuhalten. Zum Glück hat Lemar seine Freunde Jonah und McKay, die ihn zwar Liccle Bit nennen, weil er so klein ist, die ihm aber viel Halt geben. Sie staunen nicht schlecht, als ausgerechnet das schönste Mädchen der Schule ihn bittet, ein Portrait von ihr zu zeichnen. Durch sein künstlerisches Talent hofft er, eines Tages das Ghetto verlassen zu können. Doch dann beauftragt der Obergangster ihn, kleinere Botengänge zu erledigen. Als die ersten Jugendlichen aus den Gangs von North und South Crongton umgebracht werden, fragt sich Lemar, wie groß seine Schuld daran ist. Er versucht, dem Bandenkrieg zu entkommen, aber das scheint schon nicht mehr möglich zu sein. - Dieser Jugendroman erzählt von einem Leben in ärmlichen Verhältnissen, Familienkonflikten und Bandenkrieg genauso wie von Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe. Aus Lemars Sicht erleben wir seine Ängste, Hoffnungen und Auseinandersetzungen. Dabei bedient sich der Autor zum Teil einer typischen Jugendsprache. - Eine spannende Geschichte ohne Effekthascherei, der viele Leser zu wünschen sind. (Übers.: Conny Lösch)

Nicole Lorrig

Nicole Lorrig

rezensiert für den Borromäusverein.

Liccle Bit

Liccle Bit

Alex Wheatle
Kunstmann (2018)

251 S.
fest geb.

MedienNr.: 878930
ISBN 978-3-95614-231-4
9783956142314
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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