Manchmal ist es federleicht

Abschiede im Leben: ein Thema, das man am liebsten schnell hinter sich bringen oder beiseite schieben möchte. Christine Westermann nimmt sich dieses Themas an und beschreibt in überschaubaren Sequenzen von ihren Erfahrungen mit kleinen Manchmal ist es federleicht und großen Abschieden. Vordergründig geht es um die verlorenen Dinge des Lebens und um das Abschiednehmen. Aber die Autorin thematisiert auch, wie sich die eigene Sichtweise ändert und der Mut wächst, Veränderungen anzunehmen. Es mag an ihrem Leben als Fernsehfrau liegen, dass dabei Schönheit und Attraktivität eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Wer im Licht der Scheinwerfer steht, muss sich umso mehr damit befassen: Sehe ich noch jung genug aus? Wo sind meine Falten? Wie kann ich sie überschminken? Bin ich noch attraktiv genug? Darf ich mich ungeschickt anstellen und Angst haben? Was ziehe ich an? Aber auch: darf ich in der Öffentlichkeit weinen oder muss ich es verhindern? Es geht um Angst, den eigenen Ansprüchen nicht zu genügen und den Mut, es zuzugeben und so an Gelassenheit zu gewinnen. Das macht die Autorin und bietet damit ein unterhaltsames Buch, das anregen kann, über Abschiede nachzudenken, diese nicht nur zu erleiden, sondern zu nehmen und zu gestalten.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Manchmal ist es federleicht

Manchmal ist es federleicht

Christine Westermann
Kiepenheuer & Witsch (2017)

184 S.
fest geb.

MedienNr.: 591554
ISBN 978-3-462-05050-9
9783462050509
ca. 19,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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