Der Mann, der nicht mitspielt

Der mäßig erfolgreiche Privatermittler Hardy Engel wird bei einem eigentlich recht harmlosen Auftrag in einen Mordfall hineingezogen. Eine junge Schauspielerin stirbt anscheinend an den Folgen einer Vergewaltigung während einer Der Mann, der nicht mitspielt Party. Die Öffentlichkeit macht den gastgebenden Filmstar als Täter aus. Hardy Engel jedoch gräbt ein wenig tiefer und kommt einem Skandal auf die Spur, welcher das Aus für die noch junge Filmindustrie bedeuten könnte. Damit gerät er zwischen alle Fronten. - Der Autor lässt mit seinem ersten Roman den US-amerikanischen "hard-boiled"-Krimi à la Sam Spade & Co. wiederauferstehen. Mit seinem alles andere als liebenswerten Schnüffler Hardy Engel, der sich zwischen Prügel und Prohibition, zwischen Filmgrößen und Filz durchlavieren muss und trotzdem am Ende nur aufklärt, aber nicht zur Rechenschaft ziehen kann, gelingt ihm das auch ausgesprochen gut. Freunde dieser Art des Kriminalromans werden sich nach der Lektüre schon auf den bereits angekündigten Folgeband freuen.

Thomas Oberholthaus

Thomas Oberholthaus

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Mann, der nicht mitspielt

Der Mann, der nicht mitspielt

Christof Weigold
Kiepenheuer & Witsch (2018)

628 S.
fest geb.

MedienNr.: 592282
ISBN 978-3-462-05103-2
9783462051032
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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