Zeit für Astronauten

Nach "Es war einmal Indianerland" und "Stadtrandritter" (BP/mp 12/710, 14/201) schickt Nils Mohl in diesem gelungenen Abschlussband seiner "Stadtrand-Trilogie Liebe - Glaube - Hoffnung" drei Jugendliche Zeit für Astronauten aus der fiktiven Hochhaussiedlung, einem sozialen Brennpunkt am Rande einer Großstadt, auf ihre ganz persönliche Mission: auf die Suche nach ihrem richtigen Leben in einem Universum, das launisch und unberechenbar ist. Körts, fast sechzehn, ist unsterblich in die fünf Jahre ältere Domino verliebt, die von seinen verrückten Annäherungsversuchen nichts wissen will. Körts macht ein Schulpraktikum in dem Reisebüro, in das Domino kommt, um sich bei der Suche nach ihrem ehemaligen Mitbewohner Bozorg helfen zu lassen, der mit dem Tod seiner Freundin nicht fertig wurde und verschwand. Nun hat sie von ihm eine Ansichtskarte bekommen, ohne Adresse und versucht herauszufinden, wo Bozorg ist. Körts kann ihr einen Hinweis geben, Domino fliegt nach Sinillyk in den Süden, der hartnäckige Körts folgt ihr - und nach manch schrägen Erlebnissen finden sie Bozorg, der im Leben anscheinen wieder Fuß gefasst hat. - In Rück- und Vorblenden erfahren wir von der Vergangenheit und der möglichen Zukunft der Figuren. In authentischer Sprache und mit großem Gespür für Dramaturgie erzählt Nils Mohl von den Lebenswegen seiner Protagonisten - Jugendliche ab 14 Jahren werden sich in seinen Figuren wiederfinden können.

Gudrun Eckl

Gudrun Eckl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Zeit für Astronauten

Zeit für Astronauten

Nils Mohl
Rowohlt-Taschenbuch-Verl. (2016)

rororo ; 21678 : Rowohlt Rotfuchs
421 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 796818
ISBN 978-3-499-21678-7
9783499216787
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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