Das Alphabet der letzten Dinge

Der 40-jährige Ivo liegt todkrank mit Nierenversagen im Hospiz. Um ihn auf andere Gedanken zu bringen, rät seine Pflegerin Sheila ihm, das "Alphabet-Spiel" zu spielen: jeder Buchstabe soll einem Körperteil entsprechen Das Alphabet der letzten Dinge und eine Erinnerung auslösen. Er beginnt mit A wie Adamsapfel und erinnert sich mit Hilfe des Alphabets an sein Leben, so an Mia, die nachts loszog und die Stadt mit gehäkelten Herzen dekorierte, um die Menschen zu erfreuen, und die er wegen seiner Drogensucht nicht halten konnte. Ebenso denkt er an seine Mutter und an Becca, die bei einer Party, bei der man nur mit einem Kleidungsstück Zutritt hatte, den BH anbehielt - Erinnerungen, die verrückt und auch komisch sind, aber aus denen auch ein Bedauern anklingt, dass er über allem wilden Party-Feiern das Wichtigste im Leben verpasst hat. Und da ist seine Schwester Laura und sein Freund Mal, den er nicht sehen will. Warum, wird erst am Schluss enthüllt. Die überaus anrührende Geschichte wird aus Ivos Perspektive mit einer Art Galgenhumor erzählt. Er hat sein Leben kaputt gemacht und das seiner Freunde in Gefahr gebracht, findet am Ende aber zu einer Art Frieden. Das "Alphabet-Spiel" macht die Lektüre spannend und unterhaltsam. Empfohlen. (Übers.: Eva Bonné)

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Alphabet der letzten Dinge

Das Alphabet der letzten Dinge

James Hannah
Eichborn (2016)

319 S.
fest geb.

MedienNr.: 584666
ISBN 978-3-8479-0602-5
9783847906025
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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